Julia Krämer - Emotionscoach

井 3.50.1  - 井 3.50.3 (Flowing Body / Fließender Körper)


井 3.50.1 - 3.50.3 (Flowing Body I Fließender Körper), 2021, Airbrushfarbe, Tusche, Pigment, Quellwasser auf Glas, Fichtenholz, Kreuzschrauben, Metallstifte, ca. 65 x 40 cm

Bei diesen drei Werken für die Coachingräume von Julia Krämer verarbeitete ich als Hauptfarbe ihre  CI-Farbe Orange in verschiedenen Abstufungen und ergänzte um Weiß und Gelb. Mir war es wichtig, dass hell und dunkel in den Werken ausgeglichen sind und kraftvolle Kontraste durch ein tiefes Krapprot entstehen.

 

Getragen und präsentiert werden die Glastafeln von einem Fichtenholz, das mit je zwei handelsüblichen Holzschrauben an der Wand als Sockel für das Glas befestigt wird. Wichtig war mir der Verweis auf den angewandten Pragmatismus und die sich nicht aufdrängende Schlichtheit des Materials. Um die Offenheit des Werkes nach oben hin zu fördern, sollte das Glas frei stehen, ohne sich mit dem Sockel zu verbinden.

 

Die Malerei mit fließenden CI-Farben ist ein Akt von Jetzt- zu Jetzt-Moment, im gleichen Moment schon wieder anders, immer neu und fließend. Nichts ist für immer fest und alles wandelt sich ständig.

 

Candy Island


o.T. (Candy Island), 2011-2013, Airbrushfarbe, Tusche, Pigment, Mineralwasser auf Baumwolle, ca. 60 x 100 cm

Von 2011 - 2013 stellte ich dieses Bild her. Es waren drei wichige Jahre, da ich in dieser Zeit meinen Diplom- und Meisterschüler-Abschluss an der Hochschule absolvierte, den Jakobsweg lief und mich als Künstlerin selbständig machte. So dynamisch, wie sich das Spektrum der Farben dort wiederfinden lässt, so bewegt war ich in dieser Zeit innerlich und äußerlich. Deswegen ist diese Arbeit  besonders persönlich und ist ein Spiegel meiner emotionalen Bewegtheit. Es hängt bei Julia Krämer als Dauerleihgabe.

Connection


o.T. (connection) 2015, Airbrushfarbe, Tusche, Pigment, Mineralwasser auf Baumwolle, ca. 40 x 70 cm

 Ich notierte mit Bleistift auf der Rückseite des Keilrahmens Werte und Ressourcen, die für Julia Krämer m Coachingkontext wichtig sind. Dann bespannte ich den Keilrahmen mit Baumwolle und grundierte ihn mehrfach mit flüssigen Kreidegrund. Weiß ist für mich das Schweigen aus dem die Quellpunkte wie ein Ton aus der Stille auf dem Bild erscheinen, sich ihre Wege bahnen und eine Spur hinterlassen. Was bleibt ist Spur: Die Spur des freien Fließens.

 

Ich setzte links einen Quellpunkt mit Quellwasser und rechts einen Quellpunkt mit etwas Weiß. In den linken Quellpunkt tropfte ich dann Rot, und in den rechten Quellpunkt Blau. Blau steht für mich für das Geistige. Rot steht für die Verwurzelung als eine in sich starke Farbe der irdischen Präsenz.

 

Beim Reinträufeln in zwei Quellpunkte erweiterten sich ihre Oberflächenspannungen und die Substanzen flossen in ihrem ganz eigenen Tempo (Schwerkraft, Masse, chemische Prozesse) auf der Leinwand zu einem Strang zusammen.