o.T. (nothing form)
speckstein
2008
ca. 35 x 20 x 15 cm
nothin form besteht aus einem Speckstein, der in seiner Grunderscheinung an einen Kieselstein erinnert.
In die Mitte des Steins wurde eine Öffnung eingearbeitet. Die äußeren Bereiche wurden so modelliert, dass sie den Eindruck erwecken, als würden dicke Tropfen aus der Form austreten oder sich aus ihr herauslösen. Die Seitenflächen lassen weiterhin eine steinartige, gewachsene Struktur erkennen, während die bearbeiteten Partien eine organisch wirkende Bewegung suggerieren.
Durch diese Eingriffe entsteht eine Spannung zwischen natürlicher Erscheinung und künstlerischer Intervention. Der Stein wirkt zugleich gewachsen und bearbeitet, stabil und in einem Zustand von Fluss. Die Grenze zwischen geologischer Form und körperlich-organischer Lesbarkeit wird dabei bewusst unscharf gehalten.
Die Arbeit verweist auf diesen Zustand der Uneindeutigkeit. Die Arbeit entzieht sich einer klaren Zuschreibung dessen, was Form hier eigentlich ist: Fels, Körper, Prozess oder Übergang. Statt eine stabile Gestalt zu definieren, wird die Form selbst als etwas gezeigt, das sich im Wahrnehmen ständig verschiebt.
nothing form untersucht damit eine Zwischenzone, in der Material nicht eindeutig festgelegt ist, sondern zwischen Zustand und Bewegung, Körperlichkeit und Gestein oszilliert.