Die Schwingungsdimension

Bildausschnitt aus: 井 2.3, (creativ power) Airbrushfarbe, Tusche, Schellack, Quellwasser auf Glas, 220 x 125 cm, 2017

Staundend nehmen wir die faszinierenden Forschungsergebnisse der heutigen Wissenschafenten wahr. Heute ist es selbstverständlich, dass sich der menschliche Körper und alles Existierende in seiner Urstruktur aus schwingenden Teilchen zusammensetzt, die wellenartig, wie das Licht, aufgebaut sind. Der Urgrund der Materie ist also ein schwingendes Feld, das sich aus "sich In-form bringende Wellen" zusammensetzt. Das heißt: wir sind Schwingung.

 

Diese Schwingungsdimension können wir erspüren, sofern wir uns erlauben, uns dafür sensibel zu machen. Der Zugang zu dem Schwingungsfeld erfolgt über das innere körperliche Erleben im Jetzt. Während ich hier jetzt Schreibe, spüre ich mein Schwingungsfeld in mir und bin mir dessen gewahr: ich bin verbunden mit meinem Geist und über ihn mit der Einheit und mit Dir. Das ist meine innere Heimat, mein Zuhause. So fühlt es sich für mich richtig an zu Sein. Das fühlt sich so an, als würde ich nach Hause kommen, zu mir selbst durch inneres Erleben. Dies einmal erfahren ermöglicht es mir, Dich als mein Spiegel zu sehen. 

 

Ich wählte vor vielen Jahren aus einem klassischen Leben als Angestellte Führungskraft den Weg des Künstlerischen, denn nichts in der Dimension - in der sich Kunst abspielt - ist jemals wiederholbar; alles Interagieren ist individuell und auf diesen ganz eigenen Moment abgestimmt. Immer wieder Neu und anders. In dieser Dimension fließen Energien aus verschiedensten Richtungen und erstellen über einen Zeitraum ein Kunstwerk. Ein Kunstwerk ist für mich alles: Ein Gespräch, die eigene Biografie, eine Skulptur, eine Malerei. Kunst ist für mich auch eine gefühlte Qualität in mir. Wenn ich "In-Kunst" bin, bin ich angebunden an die Einheit. Nur wenn ich an der Einheit angebunden bin, kann ich ein Kunstwerk erstellen. Als ich anfing, mich mit Kunst zu beschäftigen ist mir schnell klar geworden, wie oft ich nicht angebunden war, da die Kunstwerke nicht gelungen waren. Angebunden sein heißt also für mich, in der Kunst, im Vertrauen, in der Liebe, in der Dankbarkeit zu sein und aus dem Angebunden sein das Kunstwerk herzustellen. Mein Atelier ist so ein Raum, in dem ich angebunden bin. Dort gibt es keine Sozialen Verflechtungen, Muster.

 

In unserem Zeitalter des Paradigmenwechsel (Atomzeitalter endet) ist wichtig, in uns mehr Raum zu schaffen, sich innerlich zu weiten, damit wir schrittweise unsere neue Welt aus dem Herzen manifestieren können. Dafür brauchen wir auch rational ein Umdenken und eine Motivation: Es ist sinnvoll, die Verbundenheit des Menschen mit dem Planeten, mit der Schöpfung, mit sich selbst zu fördern und unterstützen, damit wir aus eingetretenen Pfaden neue erschließen können. Wir dürfen uns wieder anbinden an unseren Usprung und damit unsere Entfremdung aufheben. So können wir neues erschaffen. Denn die wirkliche Macht für das Leben in Einheit fließt in Dir. Dort gibt es nur Dich und den Kosmos. Und seit deiner Geburt und auch schon davor bist du mit dem Kosmos verbunden, bist du in Einheit mit allem was ist. Wir haben es nur vergessen, da wir gelernt haben, uns in eine rational gesteuerte Welt zu einzupassen, den Vorstellungen und Werke andere zu folgen, statt unserer eigenen. Wenn du von der Einheit abgeschnitten bist, lebst du von Außen nach Innen. Dein Leben wird von Angst und Unsicherheit gesteuert. Die wahre Sicherheit befindet sich jedoch im Innern, in dem Erfahren und über rationales Wissen des Phänomens der Einheit. Die Zauberformel für ein Eintritt in diese Dimension sind Vertrauen, Dankbarkeit, Liebe. Vertraue in die Intelligenz der Einheit, die Dich leitet und Dir Botschaften (über alle möglichen Kanäle) schickt. Diese Botschaften kannst Du wahrnehmen, wenn Du Dir erlaubst und dich trainierst, Deine Wahrnehmung zu verfeinern, still zu werden, unterscheiden lernen und du sukzessive Erfahrungen machst, die dir beweisen, dass es diese Dimension wirklich gibt. Aus ihr fließt eine unendliche Intelligenz, die man nicht in Worte fassen kann, sondern direkt aus dem Herzen leben muss, sprechen muss, in die Handlung bringen muss.

 

Viele Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen, egal welcher Nation, welchen Geschlechts, welchen Berufes, welchen Alters, erzählen mir auf meine Fragen hin von Referenzerlebnissen in ihrem Leben, in der diese Schwingungsebene für sie erfahrbar wurde: während der Betrachtung von Sonnenuntergängen, in einer Mittagspause bei dem Blick auf einen Baum, auf Reisen, beim Kuscheln, bei einer Begegnung mit einem weisen Lehrer/weise Lehrerin, in einer Kirche, am Strand, bei Betrachten eines Kunstwerkes in einer Ausstellung, beim Duschen, bei einem Flirt, beim Meditieren, beim Nähen, während der Gartenarbeit oder beim Fliesen legen und viele Situationen mehr. Ich beobachte das bei Säuglingen, wenn sie frisch auf die Welt kommen: durch ihre Augen strahlt diese Ebene hindurch. Ich finde, es gibt nichts schöneres, als diese Ebene im andern zu sehen und zu begrüßen, denn wir alle tragen dieses Lichtinformationsgewege in uns.

Es ist ein Leuchten in den Augen, dass man nur sieht, wenn man im Gefühl ist.

 

Alles durch psychlogisches Trauma in unseren Körper Verdichtete (Krankheit) kann heilen, wenn wir diese Ebene in uns aktiv und bewusst Raum geben; uns erinnern, wer wir im Kern wirklich sind. Wir kommen zurück zu unserer Selbstermächtigung, die aus dem Gewahrwerden unseres lichten Selbst erwächst und können so sehen, was der Tod ist: kein Ende, wir kehren nur zum Einssein zurück, zu unserem Zuhause. Die Energie, die Informaiton ist dann nicht weg, denn dieses Lichtgewebe existierte vor unserer menschlichen Form und danach auch noch. Deswegen ist logisch und klar: es gibt aus dieser Perspektive betrachtet keinen wirklichen Tod, weil die Wellen-Form-ation sich nur auflöst, die Information aber nicht weg ist. Sie ist noch da und im Ganzen enthalten. Über den Tod sagen die Lakota Indianer:

„Steht nicht an meinem Grab und weint, ich bin nicht da, nein ich schlafe nicht. Ich bin eine der tausend wogenden Wellen eines Sees, ich bin das diamantene Glitzern des Schnees, wenn ihr erwacht in der Stille am Morgen. Ich bin für euch verborgen, ich bin des Vogels Flug, leise wie ein Luftzug, ich bin das sanfte Licht der Sterne in der Nacht. Steht nicht an meinem Grab und weint, ich bin nicht da, nein ich schlafe nicht.“

Mein Herz geht mir auf, wenn ich in Allem bin, mit Allem bin, wenn ich und mein Körper der heilige Raum sein können, der sie sind und nicht Zweck erfüllendes Etwas.

 

Unsere Körper sind also den aktuellen Forschungsergebnissen nach wunderbare Wellengeflechte, die alle miteinander in Einem verbunden sind. Wir sind nachweislich in der Lage, diese Wellen durch unsere Körper als Heilenergieströme zu nutzen. Auf meinem persönlichen "Weg ins Bewusstsein als Schwingungswesen" stellte ich mich vielen Ängsten, sogar Todesängsten, Selbstmordgedanken und massiven Blockaden. Auch wenn der Intellekt, das logische Denken diese Ebene anerkennt, bedarf es doch das Tun in der Praxis um neue Wege zu beschreiten: Job-Wechsel, Heraustreten aus nicht authentischen Gesellschaftsstrukturen und Trennungen von geliebten Gewohnheiten. In vielen schweren und dunklen Stunden voller Zweifel und Selbsthass war ich gefangen in meinen Glaubens- und Handlungsschleifen, die mich immer wieder in gesellschaftlich dressierten Strukturen ins Bequeme "ver-führten" und noch verführen wollen, obwohl ich auf der Lichtebene weiß, das dieses oder jenes Verhalten für mich nicht gut ist. Meine Kunst - gespeist aus der reinen Intuition - erinnerte mich in diesen Momenten immer wieder an diese innere Weite und Vielfalt. Diese freudige Fülle transformierte ich mittels Farben ich 2013 in dem Bild auf der Titelseite meiner Internetseite.

 

Mein Herzenswunsch ist es, individuelle, ganz speziell auf die Schwinung des Ortes angepasste Werke anzufertigen. Deswegen ist für mich eine intensive Entwicklungsarbeit mit dem Kunden zusammen sehr wichtig.

 

(2) Siglinda Oppelt: Das Licht in Dir, Wie wir die größte Lebenskraft für uns nutzen können. 2015, München, Seite 11

(3) Eckhart Tolle, Jetzt die Kraft der Gegenwart, 2001, der Prediger Meister Eckhart in Erfurt (13. Jahrhundert - ein Zeitgenosse von Mechtild von Magdeburg), Jesus,

(1) Mechthild von Magdeburg - Das fließende Licht der Gottheit - 1250

"O, Herr wie soll dies Buch heißen, damit es allein deiner Verhrrlichung dient?" "Es soll heißen: Das Licht meiner Gottheit, fließend in alle Herzen, die da leben ohne Arg."

 

Mechthild von Magdeburg lebte im 13. Jahrhundert 40 Jahre als Begine und verschrieb sich demütiger Einfalt und großer Hingabe zu Gott. Ein befreundeter Mönch hat um 1250 ihre Aussagen aufgezeichnet und zu einem Buch "Das fließende Licht der Gottheit" vollendet, in dem sie die ihr eingegbene "Worte Gottes" aufschrieb. Es waren oft erstaunlich klare Handlungsanweisungen. Diese "gechannelten" Worte, wie man heute sagen würde, formulierte sie nicht in Latein, sondern in der Sprache des Volkes. Das hat Aufsehen bei den elitären Kirchenmännern erzeugt, die ihr das Leben nicht einfach gemacht haben.

(1) Theresa von Àvila - Die Seelenburg - Die sieben Wohnungn der inneren Seele - 1515-1582

Für die spanische Mystikerin und Ordensreformerin Theresa von Àvila stehen anstelle von Andachtsgenüssen Taten im Vordergrund. Innerlich zerrissen und unschlüssig befällt ihren Körper eine 3-jährige Lähmung, in der sie zu völliger Ruhe gezwungen wurde. Gott muss sie umgekrempelt haben, denn danach macht sich auf den Weg zu Gott.  Mit aller Konsequenz erforscht sie ihre Seele, die sie als ein gläsernes Gefäß in Form einer Burg mit 7 Wohnungen sieht. Diese 7 Wohnungen sind tief innerlich zu durchleben, damit man sich mit Gott vereinigen kann. "Schlaft nicht, denn es ist kein Friede auf Erden!" Mit ihrer magischen Anziehungs- und Tatkraft führt die aufmüpfige Nonne unter vielen Widerständen ihre Schwestern zurück zum einfachen eremitischen Leben ohne Prunk. Gleichzeitig war es für sie notwendig, ihre Seele lieber sanft zu führen und Verlockungen mit Spaziergängen an der frischen Luft zu entgehen, anstatt sich selbst kasteiend zurückzuziehen. "Gott bewahre mich vor Heiligen mit verdrießlichen Mienen!"  Diese schwachen Menschen glauben einer Willens- und Einbidungskraft, die ihnen Lebendigkeit vorgaukelt, aber nicht wirklich lebendig sind.

Maria Magdalena