Die Schwingungsdimension

Das Phänomen, wofür authentisch leben wollende Frauen und wenige Männer (1) vor nicht all zu langer Zeit ermordet, verbrannt, verbannt, verachtet, geschändet und gequält wurden, erklären uns heute glücklicherweise die faszinierenden Forschungsergebnisse der Astro- und Quantenphysik. Der menschliche Körper und alles Existierende setzt sich in seiner Urstruktur aus schwingenden Teilchen zusammen, die wellenartig aufgebaut sind. Wie beruhigend ist es für mich zu wissen, dass die zeitgenössische Wissenschaft "dem Licht den alles durchdringenden, lebenspendenden und informationsgebenen Einfluss zu(schreibt)" (2). Der Urgrund der Materie ist ein also dieses schwingende Feld, das sich aus sich In-form bringende Wellen zusammensetzt und in Kohärenz zueinander ein starkes Feld ergeben. Der menschliche Körper, wie alle anderen für uns sichtbaren und unsichtbaren Dinge, sind In-Formation gebrachte Schwinung, die wir spüren können, sofern wir uns erlauben, uns dafür sensibel zu machen und sensibel zu bleiben. Sensibel zu sein bedeutet, seine gefühlten Informationslichtgewebe zu spüren, das sich durch Aufblühen bunter Vielseitigkeit Lebendigkeit, Lebensfreude und eine feine Seins-Freude im Herzen äußert, die hinter der alltäglichen Welt stattfindet.

 

Viele Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen, egal welcher Nation, welchen Geschlechts, welchen Berufes, welchen Alters, erzählen mir auf meine Fragen hin von Referenzerlebnissen in ihrem Leben, in der diese Schwingungsebene für sie erfahrbar wurde: bei Betrachtung von Sonnenuntergängen, in einer Mittagspause bei dem Blick auf einen Baum, auf Reisen, beim Kuscheln, bei einer Begegnung mit einem weisen Lehrer/weise Lehrerin, in einer Kirche, am Strand, bei betrachten eines Kunstwerkes in einer Ausstellung, beim Duschen, bei einem Flirt, beim Meditieren, beim Nähen, während der Gartenarbeit oder beim Fliesen legen und viele Situationen mehr. Ich beobachte das bei Tieren und auch bei Säuglingen, wenn sie frisch auf die Welt kommen: durch ihre Augen strahlt diese Ebene hindurch. Ich finde, es gibt nichts schöneres, als diese Ebene im andern zu sehen und zu begrüßen, denn wir alle tragen dieses Lichtinformationsgewege in uns.

Es ist ein Leuchten in den Augen, dass man nur sieht, wenn man im Gefühl ist.

 

Es wird beim einfachen Beobachten und Wahrnehmen klar: der Zugang zu dem Schwingungsfeld, also alles körperliche Erleben, erfolgt im Jetzt. Und ich kann nur das sehen, was ich selbst erfahren habe. Während ich hier jetzt Schreibe, spüre ich das Schwingungsfeld in mir und bin mir dessen gewahr. Dies ist meine ursprüngliche Heimat, mein Zuhause.

 

Alles durch psychlogisches Trauma Verdichtete (Krankheit) kann heilen, wenn wir diese Ebene in uns aktiv und bewusst Raum geben; uns erinnern, wer wir im Kern wirklich sind. Wir kommen zurück zu unserer Selbstermächtigung, die aus dem Gewahrwerden unseres lichten Selbst erwächst und können so sehen, was der Tod ist: kein Ende, wir kehren nur zum Einssein zurück, zu unserem Zuhause. Die Energie, die Informaiton ist dann nicht weg, denn dieses Lichtgewebe existierte vor unserer menschlichen Form und danach auch noch. Deswegen ist logisch und klar: es gibt aus dieser Perspektive betrachtet keinen wirklichen Tod, weil die Wellen-Form-ation sich nur auflöst, die Information aber nicht weg ist. Sie ist noch da und im Ganzen enthalten. Über den Tod sagen die Lakota Indianer:

„Steht nicht an meinem Grab und weint, ich bin nicht da, nein ich schlafe nicht. Ich bin eine der tausend wogenden Wellen eines Sees, ich bin das diamantene Glitzern des Schnees, wenn ihr erwacht in der Stille am Morgen. Ich bin für euch verborgen, ich bin des Vogels Flug, leise wie ein Luftzug, ich bin das sanfte Licht der Sterne in der Nacht. Steht nicht an meinem Grab und weint, ich bin nicht da, nein ich schlafe nicht.“

Mein Herz geht mir auf, wenn ich in Allem bin, mit Allem bin, wenn ich und mein Körper der heilige Raum sein können, der sie sind und nicht Zweck erfüllendes Etwas.

 

Unsere Körper sind also den aktuellen Forschungsergebnissen nach wunderbare Wellengeflechte, die alle miteinander in Einem verbunden sind. Wir sind nachweislich in der Lage, diese Wellen durch unsere Körper als Heilenergieströme zu nutzen. Auf meinem persönlichen "Weg ins Bewusstsein als Schwingungswesen" stellte ich mich vielen Ängsten, sogar Todesängsten, Selbstmordgedanken und massiven Blockaden. Auch wenn der Intellekt, das logische Denken diese Ebene anerkennt, bedarf es doch das Tun in der Praxis um neue Wege zu beschreiten: Job-Wechsel, Heraustreten aus nicht authentischen Gesellschaftsstrukturen und Trennungen von geliebten Gewohnheiten. In vielen schweren und dunklen Stunden voller Zweifel und Selbsthass war ich gefangen in meinen Glaubens- und Handlungsschleifen, die mich immer wieder in gesellschaftlich dressierten Strukturen ins Bequeme "ver-führten" und noch verführen wollen, obwohl ich auf der Lichtebene weiß, das dieses oder jenes Verhalten für mich nicht gut ist. Meine Kunst - gespeist aus der reinen Intuition - erinnerte mich in diesen Momenten immer wieder an diese innere Weite und Vielfalt. Diese freudige Fülle transformierte ich mittels Farben ich 2013 in dem Bild auf der Titelseite meiner Internetseite.

 

Mein Herzenswunsch ist es, individuelle, ganz speziell auf die Schwinung des Ortes angepasste Werke anzufertigen. Deswegen ist für mich eine intensive Entwicklungsarbeit mit dem Kunden zusammen sehr wichtig.

 

(2) Siglinda Oppelt: Das Licht in Dir, Wie wir die größte Lebenskraft für uns nutzen können. 2015, München, Seite 11

(3) Eckhart Tolle, Jetzt die Kraft der Gegenwart, 2001, der Prediger Meister Eckhart in Erfurt (13. Jahrhundert - ein Zeitgenosse von Mechtild von Magdeburg), Jesus,

(1) Mechthild von Magdeburg - Das fließende Licht der Gottheit - 1250

"O, Herr wie soll dies Buch heißen, damit es allein deiner Verhrrlichung dient?" "Es soll heißen: Das Licht meiner Gottheit, fließend in alle Herzen, die da leben ohne Arg."

 

Mechthild von Magdeburg lebte im 13. Jahrhundert 40 Jahre als Begine und verschrieb sich demütiger Einfalt und großer Hingabe zu Gott. Ein befreundeter Mönch hat um 1250 ihre Aussagen aufgezeichnet und zu einem Buch "Das fließende Licht der Gottheit" vollendet, in dem sie die ihr eingegbene "Worte Gottes" aufschrieb. Es waren oft erstaunlich klare Handlungsanweisungen. Diese "gechannelten" Worte, wie man heute sagen würde, formulierte sie nicht in Latein, sondern in der Sprache des Volkes. Das hat Aufsehen bei den elitären Kirchenmännern erzeugt, die ihr das Leben nicht einfach gemacht haben.

(1) Theresa von Àvila - Die Seelenburg - Die sieben Wohnungn der inneren Seele - 1515-1582

Für die spanische Mystikerin und Ordensreformerin Theresa von Àvila stehen anstelle von Andachtsgenüssen Taten im Vordergrund. Innerlich zerrissen und unschlüssig befällt ihren Körper eine 3-jährige Lähmung, in der sie zu völliger Ruhe gezwungen wurde. Gott muss sie umgekrempelt haben, denn danach macht sich auf den Weg zu Gott.  Mit aller Konsequenz erforscht sie ihre Seele, die sie als ein gläsernes Gefäß in Form einer Burg mit 7 Wohnungen sieht. Diese 7 Wohnungen sind tief innerlich zu durchleben, damit man sich mit Gott vereinigen kann. "Schlaft nicht, denn es ist kein Friede auf Erden!" Mit ihrer magischen Anziehungs- und Tatkraft führt die aufmüpfige Nonne unter vielen Widerständen ihre Schwestern zurück zum einfachen eremitischen Leben ohne Prunk. Gleichzeitig war es für sie notwendig, ihre Seele lieber sanft zu führen und Verlockungen mit Spaziergängen an der frischen Luft zu entgehen, anstatt sich selbst kasteiend zurückzuziehen. "Gott bewahre mich vor Heiligen mit verdrießlichen Mienen!"  Diese schwachen Menschen glauben einer Willens- und Einbidungskraft, die ihnen Lebendigkeit vorgaukelt, aber nicht wirklich lebendig sind.

Maria Magdalena